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StR Ludwig: Das „GreenHouse“ in aspern Seestadt bietet Platz für 305 Studierende

Ökologisch und qualitativ höchst anspruchsvoll: StudentInnenheim in Passivhausqualität ermöglicht kostengünstiges Wohnen mit hohem Wohlfühlfaktor    In aspern Der Seestadt Wiens wird 305 Studierenden ab September 2015 ein neues StudentInnenwohnheim  mit einer Nutzfläche von rd. 9.700 m2 zur Verfügung stehen. Die WBV-GPA errichtet das von der aap.architekten ZT-Gmbh geplante Passivhaus mit einem Heizwärmebedarf von 15 kWH/m² und Jahr.
 „Die Stadt Wien nimmt ihre Verantwortung gegenüber der jungen Generation mit der Schaffung von kostengünstigem, qualitativ hochwertigem Wohnraum ausdrücklich wahr. Die Errichtung des Studierendenheims  in aspern Seestadt wird bei Gesamtbaukosten von 11,49 Millionen Euro mit Wohnbaufördermitteln in Höhe von über  4 Millionen Euro unterstützt“, hält Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.   3 Gebäude, 3 Heimbetreiber, über 300 Plätze

   Die Errichtung von Studierendenheimen in besonders ökologischer Passivhausqualität ist in Wien Gang und Gäbe. Unter anderem wurden die gefördert errichteten StudentInnenheime in der Gasgasse, der Kandlgasse oder der Molkereistraße bereits in Passivhaustechnologie ausgeführt. Ein Novum hingegen ist, dass in Wien erstmals drei große Heimträgerorganisationen zusammen arbeiten und das Heim, das aus drei Gebäuden besteht, betreiben:
   Die ÖJAB – Österrei­chische Jungarbeiterbewegung, die OeAD-WV GmbH – Österreichischer Austauschdienst-Wohnraumverwaltungs GmbH Wien und die WBV-GPA – Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft für Privatangestellte. Die ÖJAB wird die Heimleitung stellen, wobei die Partnerinnen WBV-GPA und OeAD-WV die wirtschaftliche Eigenverantwortung für die Belegung von jeweils rund 100 Wohn­plätzen tragen werden.
   Von den 305 Wohnplätzen werden sich 216 in Einzelzimmern befinden, der Rest in Doppelzimmern und Drei- und Vier-Personen-Wohngemeinschaften. Die drei Ge­bäude weisen die typischen Merkmale von „SONNE“, „LUFT“ und „ERDE“ auf: das Haus SONNE viele helle Glasflächen und Photovoltaik, das Haus LUFT eine himmelblaue Fassade und ein Flugdach mit Aussichtsterrasse und das Haus ERDE einen begrünten Dachgarten. Die drei Gebäude sind miteinander verbunden, die Gemeinschaftsbereiche und Erschließungswege werden miteinander genutzt. Das verbindende Element dieser neuen Form des Wohnens für StudenInnen in der Seestadt, deren Herzstück der See darstellt, ist WASSER: Fitnessräume, Sauna, Musikübungsräume, Lern- und Freizeiträume sowie ein großer, Kommunikation und Begeg­nung fördernder Innenhof zwischen den drei Wohngebäuden.

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Visualisierung: (Credit: Lars Oberwinter)
305 Studierenden wird das Wohnheim in aspern Seestadt Platz bieten.

 12. Dezember 2012 „Wohngemeinschaft im Gemeindebau“

Energie- und Ressourcenoptimiert durch zahlreiche Maßnahmen
   Ein wesentliches Augenmerk des StudentInnenheims liegt in der hohen ökologischen Qualität, das sich auch im Namen „Green­House“ widerspiegelt. Es soll seinen Energieverbrauch aus erneuerbaren Energie­quellen wie z.B. der Sonnenenergie decken:

–        Für die Installation von Photovoltaikanlagen sind rd. 1.800 m² Dach- und Fassadenflächen vorgesehen.

–        Ein Teil der Photovoltaikmodule sitzt auf „Energiebäumen“, die der Bahn der Sonne folgen und somit den Ener­gieertrag steigern.

Als weitere ökologische Maßnahmen sind im GreenHouse geplant:

–        Für sparsamen Ressourcen-Umgang sorgt eine Brauchwasseranlage.

–        Die Lüftungsanlage in allen Zim­mern erkennt mittels Chipkarten-System, ob jemand anwesend ist, und richtet sich Wärme sparend danach.

–        Die Fenster verfügen über Kontakte, die mit der Heizungsversorgung gekoppelt sind. So werden Wärmeverluste bei geöffneten Fenstern vermieden..

–        Die Gebäude sind so ausgerichtet, dass möglichst viele Bereiche –  bis hin zum Oberlicht im Badezimmer – natürliches Sonnenlicht erhalten.

–        Hoch energie­effiziente Elektrogeräte (Küchengeräte, TV-Geräte, Monitore etc.) und Induktionsherde werden einge­baut.

–        Im Garagenbereich sind Strom-Tankstellen für Elektrofahrräder und -autos eingeplant.

   Im spannendsten Stadterweiterungsgebiet Wiens direkt am asperner Ring gelegen, sind mit der „Unilinie“ U2 die neue WU, die Hauptuniversität und die TU Wien rasch zu erreichen. Der Spatenstich wird voraussichtlich diesen Sommer erfolgen und mit September 2015 soll das Wohnheim seinen Betrieb aufnehmen.
    Bis 2028 wird die Seestadt aspern wach­sen. Das Studierendenwohnheim – eines der ersten fertig gestellten Gebäude – soll auch über 2028 innovativen Charakter haben. Das Benützungsentgelt für einen Wohnplatz im GreenHouse wird voraussichtlich inkl. Betriebskosten, Internet- und TV-Anschluss, regelmäßige Zimmerreinigung sowie Nutzung der Gemeinschaftseinrichtungen voraussichtlich 380 bis 400 Euro pro Person und Monat betragen.

 

 85 Millionen Euro in Heimprojekte für Junge seit 2007 zielgerichtet investiert

 Wohnprojekte für über 7.800 junge Menschen – Heime und Wohngemeinschaften – erhielten seit 2007 Förderungen des Landes Wien für Neuerrichtung und Sanierung im Ausmaß von rd. 85 Mio. Euro. Die Förderung beträgt bei Gesamtbaukosten von rd. 234,8 Mio. Euro beträgt nahezu ein Drittel.
   24 Projekte mit über 4.045 Wohneinheiten wurden in den vergangenen fünf Jahren fertiggestellt. 20 Projekte mit rd. 3.800 Wohneinheiten befinden sich aktuell in Bau oder Planung.
   „Die Versorgung mit erschwinglichem Wohnraum für alle für Menschen jeden Alters ist eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge Mit der Errichtung und Sanierung von Heimen und Wohngemeinschaften, aber auch mit den Aktionen bei Wiener Wohnen für JungwienerInnen, Lehrlinge und Studierende und dem SMART-Wohnbauprogramm, gibt es in der Wohnbaupolitik der Stadt Wien eine Reihe von Maßnahmen, die sich bewusst an  den Bedürfnissen von jungen Menschen orientieren“, erklärt Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig abschließend.  

 

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