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Sima/Bures: Lärmschutz für weitere Teilstrecken an der Bahn in Wien

Land Wien und Bund investieren 6,9 Mio. Euro für Lärmschutzmaßnahmen entlang von Südbahn und Verbindungsbahn
Einen weiteren Vertrag im Rahmen des langfristigen Projekts „Schalltechnische Sanierung von Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien“ haben heute Infrastrukturministerin Doris Bures und Umweltstadträtin Ulli Sima unterzeichnet. Seit 2001 arbeiten das Land Wien und der Bund (ÖBB-Infrastruktur AG) auf Basis eines Grundsatzübereinkommens beim Lärmschutz entlang bestehender Schienenstrecken in Wien zusammen. Bis Ende 2013 wurden bereits 27,7 Mio. Euro für die ArainerInnen investiert. Mit dem neuen Durchführungsvertrag kommen jetzt 6,9 Mio. Euro für die schalltechnische Sanierung von weiteren Eisenbahnabschnitten in Wien dazu. Konkret werden Lärmschutzwände mit einer Länge von 3,3 Kilometern und einer Fläche von 9.800 m2 auf Abschnitten entlang der Südbahn und der Verbindungsbahn errichtet. Von der Durchführung aller Lärmsanierungsprojekte entlang des Wiener Bahnstreckennetzes profitieren rund 60.000 Wienerinnen und Wiener. Die Finanzierung kommt je zur Hälfte vom Bund (ÖBB-Infrastruktur AG) und dem Land Wien.

Sima/Bures: Lärmschutz für weitere Teilstrecken an der Bahn in Wien

Umweltstadträtin Ulli Sima und Infrastrukturministerin Doris Bures (c) Houdek / PID

„Die Bahn ist das ökologische und sichere Verkehrsmittel der Zukunft. Mit dem Ausbau der Schiene, können wir den Zuwachs im Personenverkehr und Güterverkehr umweltfreundlich bewältigen. Lärmschutz gehört bei neuen Projekten von vornherein dazu, und gemeinsam mit der Stadt Wien werden die Bestandsstrecken saniert, um die Anrainer zu entlasten“, so Infrastrukturministerin Doris Bures.

„Die Lärmschutzmaßnahmen entlang der Schiene erhöhen die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener und deshalb werden die Maßnahmen auch fortgeführt“, so Umweltstadträtin Sima. „In den vergangenen zehn Jahren sind große Streckenabschnitte in ganz Wien lärmtechnisch saniert worden, viele weitere Abschnitte werden in den kommenden Jahren noch folgen.“

Prioritätenreihung nach Lärmbelastung und AnrainerInnendichte

Das Projekt „Schalltechnische Sanierung von Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien“ erfolgt etappenweise. Sowohl für die Planung als auch für die Durchführung der einzelnen Lärmschutzmaßnahmen müssen zwischen Bund und Land Einzelverträge abgeschlossen werden. In welcher Reihenfolge die ausgewählten Strecken saniert werden, hängt von der entsprechenden Lärmbelastung und der Anzahl der betroffenen Menschen ab. AnrainerInnen, die in dicht besiedelten Gebieten leben und besonders hohem Bahnlärm ausgesetzt sind, kommen früher „zum Zug“. Diese Prioritätenreihung wird von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 mit Hilfe des Schienenverkehrslärmkatasters festgelegt.

Lärmschutz für neue Teilstrecken

Die heutige Unterzeichnung des neuen Durchführungsvertrages zwischen Land Wien und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie bedeutet den Beginn für viele weitere Lärmschutzwände entlang der Südbahn sowie der Verbindungsbahn. Der Bau von Lärmschutzwänden ist in vielen Fällen kombiniert mit einer Förderung für Schallschutzfenster für die betroffenen Wohnhäuser. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt zu je 50 Prozent durch den Bund (ÖBB-Infrastruktur AG) und das Land Wien.

Konkret werden folgende Streckenabschnitte mit Lärmschutzwänden ausgestattet (dort, wo Lärmschutzwände nicht sinnvoll sind, wird eine Förderung von Lärmschutzfenstern angeboten): o Bereich Meidlinger Hauptstraße bis Atzgersorfer Straße (Südbahn) o Bereich Altmannsdorfer Straße bis Eibesbrunnergasse (Verbindungsbahn) o Bereich Grießergasse bis Liebenstraße (Verbindungsbahn / Oswaldschleife)

Lärmschutzprojekte in Bau bzw. in Fertigstellung

Fertigstellung 2015

o In Zusammenhang mit den Arbeiten für den Hauptbahnhof Wien werden derzeit an der Südbahn im Bereich Laxenburger Straße bis Oswaldgasse mehrere Lärmschutzwände errichtet.

Bau und Fertigstellung 2015

o An der Westbahn im Bereich Ameisgasse bis Deutschordenstraße (Abschnitt Zehetnergasse bis Guldengasse/best. Lärmschutzwand)

Bau und Fertigstellung 2014

o An der Ostbahn im Bereich Gudrunstraße bis ÖBB-Werkstätte Simmering (Teil 2) o An der Nordwestbahn im Bereich Brünner Straße bis Landesgrenze W/NÖ

Abgeschlossene Lärmschutzwände der letzten Jahre in Wien:

Lärmschutzwände Fertigstellung 2013

o An der Ostbahn/Ri. Laa/Th. im Bereich Erzherzog-Karl-Straße bis Rautenweg

Lärmschutzwände Fertigstellung 2012

o An der Südbahn im Bereich Atzgersdorfer Straße bis Landesgrenze Wien/NÖ (Teil 2)

Lärmschutzwände Fertigstellung 2011

o An der Westbahn im Bereich Ameisgasse bis Deutschordenstraße (Abschnitt Hochsatzengasse bis Deutschordenstraße) o An der Südbahn im Bereich Atzgersdorfer Straße bis Landesgrenze Wien/NÖ (Teil 1) o An der Nordbahn im Bereich Wasserparkbrücke bis Werndlgasse o Pilotprojekt Lärmschutzwand an der Vorortelinie zwischen den Stationen Ottakring und Hernals: An dieser Teilstrecke wurde eine auf den Denkmalschutz abgestimmte Lärmschutzwand und schallabsorbierende Wandverkleidungen errichtet. o An der Ostbahn im Bereich Gudrunstraße bis ÖBB-Werkstätte Simmering (Teil 1)

Lärmschutzwände Fertigstellung 2010

o An der Ostbahn im Bereich Bahnhof Stadlau von der Wiedgasse bis zur Erzherzog-Karl-Straße
o An der Schnellbahnstammstrecke im Bereich Bahnhof Wien Nord/Hellwagstraße
o Weitere abgeschlossene Projekte: – In Wien-Penzing an der Westbahn wurde im April 2002 eine 400 Meter lange und bis zu 5 Meter hohe hochabsorbierende Lärmschutzwand im Bereich Blindenwohnheim in nur wenigen Monaten Bauzeit fertig gestellt. – Im Herbst 2005 konnten die Bauarbeiten für die Lärmschutzwand an der Nordbahnstrecke im Bereich Bahnhof Leopoldau abgeschlossen werden. Parallel dazu konnten die förderungsberechtigten Eigentümerinnen und Eigentümer von insgesamt 45 Wohngebäuden eine Förderung für Schallschutzfenster beantragen. – Für Wohnbauten an der Donauuferbahn im Bereich Reichsbrücke bis Meiereistraße/Wehlistraße war für die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer ebenfalls eine Förderung für Schallschutzfenster möglich. – Beim Nordwestbahnhof im Bereich Taborstraße wurden im November 2006 die bereits bestehenden Lärmschutzwände bis zum Bereich Stromstraße verlängert. – Im Bereich Johnstraße bis Bahnhof Penzing an der Westbahn wurde im Herbst 2007 eine Lärmschutzwand fertiggestellt.
o An der Ostbahn im Bereich Klenkweg im 22. Bezirk wurde im Herbst 2004 eine Lärmschutzwand in der Länge von 289 Meter fertig gestellt.

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