Nikolaus Brada startet in Wien ein neues Dialogformat, das Wohnbau, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Finanzierung und technische Gebäudequalität zusammenführt.
| Österreichs Wohnbau zeigt erste Zeichen einer Stabilisierung, doch die Entspannung bleibt aus. Nach rund 24.500 fertiggestellten Wohneinheiten im Jahr 2025 werden für 2026 etwa 27.000 Fertigstellungen erwartet. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Bestands: Rund 7.900 Wohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen wurden 2025 thermisch saniert, um 17 Prozent mehr als im Jahr davor. Neubau, Sanierung, Leistbarkeit und langfristiger Betrieb sind damit keine getrennten Aufgaben mehr. Sie bilden eine gemeinsame Zukunftsfrage. |
Genau hier setzen die NIBRA Zukunftsgespräche an. Am 29. September 2026 lädt Nikolaus Brada, Eigentümer und Geschäftsführer von NIBRA, erstmals zu dem neuen Dialogformat in die Vienna Grand Gallery in der Donaustadt. Unter dem Leitgedanken „Im Dialog über die Zukunft unserer Gebäude und Städte“ bringt er Persönlichkeiten aus Wohnbau, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Finanzierung, Politik, Planung, Technologie und Gebäudebetrieb an einen Tisch.
| GREEN BUILDING IM WOHNBAU Neubau, Sanierung, Leistbarkeit und Betrieb im Zusammenspiel |
Im Mittelpunkt steht eine Frage, die für den Wohnbau der kommenden Jahre entscheidend sein wird: Wie entstehen Gebäude, die nicht nur bei ihrer Planung und Errichtung überzeugen, sondern sich auch im Alltag und über ihren gesamten Lebenszyklus bewähren?
Ein Dialog, der beim realen Gebäude ansetzt
Die NIBRA Zukunftsgespräche sind bewusst nicht als Produktschau angelegt. Sie schaffen eine wiederkehrende Plattform für den Austausch zwischen Bauherrinnen und Bauherren, Immobilienverantwortlichen, Vertreterinnen und Vertretern der öffentlichen Hand sowie Fachleuten aus Finanzierung, Planung, Bau, Facility-Management, Nachhaltigkeit, Technologie und Betrieb.
Dabei geht es um Zusammenhänge, die in der Praxis noch zu häufig getrennt betrachtet werden: Wie kann trotz schwieriger Rahmenbedingungen wieder mehr gebaut werden? Wie lassen sich Leistbarkeit und Qualität miteinander verbinden? Welche Rolle spielen Sanierung, Kreislaufwirtschaft und technische Erneuerung im Bestand? Und wie müssen Planung, Errichtung und Betrieb zusammenspielen, damit nachhaltige Gebäude ihre Versprechen auch im Alltag einlösen?
| Nachhaltigkeit beginnt in der Planung. Bewähren muss sie sich im Betrieb. |
Warum NIBRA diesen Dialog eröffnet
NIBRA bringt in die Debatte über Green Building eine Perspektive ein, die häufig zu wenig Aufmerksamkeit erhält: die konkrete Qualität des täglichen Gebäudebetriebs.
Das Wiener Unternehmen wurde 1994 gegründet, ist eigentümergeführt und befindet sich vollständig in Familienbesitz. NIBRA verbindet die Errichtung neuer Aufzugsanlagen mit Modernisierung, Wartung, Sanierung und einem 24-Stunden-Service. Diese Verbindung folgt bereits heute einer Lebenszykluslogik, die nicht mit der Übergabe einer Anlage endet.
Für Nikolaus Brada ist diese operative Erfahrung der Ausgangspunkt für eine größere unternehmerische Frage: Was muss ein Gebäude leisten, damit gute Planung auch im Alltag Bestand hat?
Ein Aufzug ist im Alltag eines mehrgeschossigen Gebäudes eine der unmittelbarsten Schnittstellen zwischen technischer Planung und menschlicher Nutzung. Solange er zuverlässig funktioniert, wird seine Bedeutung kaum wahrgenommen. Fällt er aus, zeigt sich unmittelbar, was technische Infrastruktur für Selbstständigkeit, Sicherheit, Zugänglichkeit und soziale Teilhabe bedeutet.
Aufzüge sind daher kein isoliertes technisches Gewerk. Sie sind Teil der funktionalen und sozialen Infrastruktur eines Gebäudes. Ihre Verfügbarkeit, Wartbarkeit und Lebensdauer beeinflussen die tägliche Nutzungsqualität ebenso wie die langfristige Werthaltigkeit einer Immobilie.
Mit dem neuen Format erweitert NIBRA bewusst den Blick über das einzelne Produkt hinaus. Nikolaus Brada eröffnet eine Debatte darüber, unter welchen Bedingungen Gebäude über Jahrzehnte funktional, wirtschaftlich und lebenswert bleiben.
Nikolaus Brada: Gastgeber mit Haltung

Nikolaus Brada Foto(c) Nibra
Die NIBRA Zukunftsgespräche sind eng mit der Person des Eigentümers verbunden. Nikolaus Brada übernimmt bewusst die Gastgeberrolle. Seine persönliche Präsenz ist kein Protokollpunkt, sondern Teil des Konzepts: Der Eigentümer steht selbst für die Haltung ein, die NIBRA vermittelt, und schafft eine eigene Bühne, auf der unterschiedliche Fachrichtungen und Interessen miteinander ins Gespräch kommen.
| „Die Zukunft des Bauens liegt im ganzheitlichen Denken: Wenn Planung, Bau und Betrieb als Einheit verstanden werden, entstehen Gebäude, die wirtschaftlich überzeugen, nachhaltig wirken und langfristig zuverlässig funktionieren.“ Nikolaus Brada |
Diese Haltung beschreibt zugleich den Anspruch, mit dem Brada NIBRA führt: persönliche Verantwortung, technische Präzision, Handschlagsqualität, direkte Entscheidungswege und die Überzeugung, dass Qualität ihren Wert erst dann beweist, wenn sie im Alltag dauerhaft trägt.
Mit dem Markenversprechen „Made in Austria“ verbindet NIBRA österreichische Eigentümerverantwortung, regionale Verankerung, technische Exzellenz und persönliche Verlässlichkeit. Die Zukunftsgespräche übertragen dieses Selbstverständnis auf einen größeren Branchendialog.
Die Perspektive ist fachlich anschlussfähig: Das DGNB-System der ÖGNI betrachtet nachhaltige Gebäude nicht allein unter ökologischen Gesichtspunkten. Es berücksichtigt ebenso ökonomische, funktionale, technische und prozessuale Qualität und bietet eigene Systeme für Neubauten, Sanierungen sowie Gebäude im Betrieb. Gerade dort wird sichtbar, dass nachhaltige Immobilienqualität nicht nur geplant, sondern im laufenden Betrieb gemessen und weiterentwickelt werden muss.
Fünf Perspektiven auf eine gemeinsame Aufgabe
Das Podium bildet unterschiedliche Teile der Wertschöpfungskette ab und verbindet Perspektiven aus gemeinnützigem Wohnbau, Immobilienmanagement, Nachhaltigkeit, Finanzierung und Baumanagement.
KommR Mag. Michael Gehbauer, Obmann des Österreichischen Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen, gestaltet den fachlichen Auftakt. Er bringt die Perspektive des gemeinnützigen Wohnbaus, der Leistbarkeit, der Wohnbauförderung und der notwendigen Planungssicherheit für Neubau und Sanierung ein.
Dr. Claudia Brey, Geschäftsführerin der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, vertritt die Perspektive eines bedeutenden Immobilienakteurs und bringt ihre Erfahrung aus Immobilienmanagement, Standortentwicklung und langfristiger Assetqualität ein.
Mag. Peter Engert, Geschäftsführer der ÖGNI, ordnet ein, wie Green Building und Lebenszyklusqualität messbar werden und welche Bedeutung technische Qualität, Bestand, Barrierefreiheit und Gebäudebetrieb dabei haben.
Foad Ghaemi, Direktor Wealth Management bei der Alpen Privatbank Aktiengesellschaft, verbindet Finanzierung, Investitionsentscheidungen, nachhaltige Immobilienqualität und langfristige Werthaltigkeit.
Prok. Ing. Sascha Risavy, Abteilungsleiter Baumanagement beim Österreichischen Siedlungswerk, verankert die Diskussion in der Praxis und wird insbesondere auf das Projekt B.R.I.O. im Quartier Neues Landgut eingehen.
Eröffnet wird der Abend durch Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy. Die Moderation übernimmt Dr. Wolfgang Renner, Universitätslektor an der Universität für angewandte Kunst Wien und an der FH des BFI Wien. Nach dem Podium setzt Mag. Nikolaus Angermayr, Geschäftsführer des MEDIAGUIDE Verlags, mit einem kurzen Impuls zum Vienna Green Economy Report eine zusätzliche Klammer zwischen Immobilienwirtschaft, Green Economy und Wiener Stadtentwicklung.
B.R.I.O. als konkreter Prüfstein
Mit B.R.I.O. im Quartier Neues Landgut erhält die Diskussion einen konkreten Bezugspunkt. Das geförderte Wohnprojekt zählt zu den größten Holz-Hybrid-Wohnbauprojekten Österreichs. Industriell vorgefertigte Holz-Beton-Elemente ermöglichen eine präzise Umsetzung und bieten Zeit-, Qualitäts- und Ressourcenvorteile. Begrünte Flächen, ein sozial ausgerichtetes Quartierskonzept und die langfristige Flexibilität der Bauweise verbinden ökologische und soziale Zielsetzungen.
NIBRA hat die Aufzugsanlagen des Projekts realisiert. Damit wird an einem konkreten Beispiel sichtbar, wie technische Infrastruktur zur Qualität eines Gebäudes und eines Quartiers beiträgt. Vertikale Mobilität schafft Barrierefreiheit und Teilhabe. Ihre Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bestimmen wesentlich mit, wie ein Gebäude im Alltag erlebt und genutzt wird.
B.R.I.O. führt damit direkt zur Leitfrage des Abends: Wie können geförderter Wohnbau, ökologische Bauweise, technische Qualität, Leistbarkeit und langfristiger Betrieb so miteinander verbunden werden, dass ein Gebäude nicht nur bei seiner Eröffnung überzeugt, sondern auch nach vielen Jahren zuverlässig funktioniert?
Ein Format mit langfristigem Anspruch
Die NIBRA Zukunftsgespräche sind als neue Reihe angelegt. Weitere Ausgaben sollen Themen an der Schnittstelle von Immobilienwirtschaft, Technologie, Gebäudebetrieb und unternehmerischer Verantwortung behandeln.
Der erste Abend ist daher mehr als der Auftakt zu einer Veranstaltungsserie. Er markiert einen strategischen Schritt für NIBRA und Nikolaus Brada. Das Unternehmen möchte relevante Zukunftsfragen nicht nur beobachten, sondern sie gemeinsam mit Entscheidungsträgern, Fachleuten und Partnern aktiv bearbeiten.
Begleitet wird das Format von einem Netzwerk aus Wirtschaft, Immobilien, Nachhaltigkeit, Medien und Zivilgesellschaft. Zu den Kooperationspartnern zählen der Senat der Wirtschaft, die VÖPE, das CSR Dialogforum, Social City Wien, der Business Art Verlag, der MEDIAGUIDE Verlag und das Donaustadtecho.
Die Stärke der NIBRA Zukunftsgespräche liegt in der Verbindung dieser Perspektiven. Zukunftsfähiger Wohnbau kann weder von Politik noch von Bauträgern, Finanzierung, Planung, Technik oder Betrieb allein gestaltet werden.
Er entsteht im Zusammenspiel.
Veranstaltungsinformationen
| Format | NIBRA Zukunftsgespräche |
| Thema | Green Building im Wohnbau: Neubau, Sanierung, Leistbarkeit und Betrieb im Zusammenspiel |
| Termin | Dienstag, 29. September 2026 |
| Zeit | Einlass ab 17:00 Uhr, Eröffnung um 17:30 Uhr |
| Ort | Vienna Grand Gallery, Dr.-Otto-Neurath-Gasse 5, 1220 Wien |
| Anmeldung | gf.brada@nibra.at |
Interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnbau, Immobilienwirtschaft, Architektur, Finanzierung, Nachhaltigkeit, Politik, Planung, Technologie und Gebäudebetrieb sind herzlich eingeladen, sich unter gf.brada@nibra.at anzumelden.
