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Wohnen muss in der Donaustadt auch künftig leistbar bleiben

Aus der Printausgabe 21: Als größter Entwicklungsbezirk Wiens wird die Donaustadt auch in den nächsten Jahren weiter wachsen. Mit der künftigen Seestadt Aspern und anderen Bau- sowie Infrastrukturprojekten ist der Bezirk für einen starken Bevölkerungszuwachs bestens gerüstet. Nachdem aber auch in Wien die Mietkosten am privaten Wohnungsmarkt in den letzten Jahren stark gestiegen sind, ist die Frage nach leistbarem Wohnraum die größte Herausforderung für die Wohnpolitik. Das Donaustadtecho befragte die Donaustädter Nationalratsabgeordnete Ruth Becher über die wohnungspolitischen Herausforderungen in den nächsten Jahren.

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Nationalratsabgeordnete Mag. Ruth Becher besucht die neu eröffnete Wohnhausanlage in der Hausfeldstraße im 22. Bezirk Foto © Christian Stromberger

Dabei stellte die Wohnbausprecherin der SPÖ gleich zu Beginn des Gesprächs fest, dass die Mieterinnen und Mieter in privaten Altbauwohnungen endlich finanziell entlastet werden müssen. Das zeige auch die aktuelle Analyse der Arbeiterkammer, nach der neue MieterInnen in privaten Altbauwohnungen seit 2011 rund 21 Millionen Euro zu viel an Miete bezahlt hätten. „Dazu müssen vor allem die Zuschläge beim Richtwertmietzins klar geregelt und begrenzt und die Befristungsmöglichkeiten stärker eingeschränkt werden“, wusste die Wohnpolitikerin zu berichten. Für die Donaustadt konnte Ruth Becher allerdings erfreut berichten, dass hauptsächlich gemeinnütziger Wohnbau errichtet wird und daher die Mieten für die neuen BewohnerInnen auch weiterhin leistbar sein werden. „Um auch künftig genügend gemeinnützigen Wohnbau errichten zu können, ist es jedoch unbedingt erforderlich, wieder die Zweckwidmung der Wohnbauförderungsmittel und der Rückflüsse aus den Wohnbauförderungsdarlehen einzuführen. Ich hoffe, dass wir unseren Koalitionspartner für diese notwendige Maßnahme überzeugen können“, ergänzte Becher.

Abschließend wies Ruth Becher noch darauf hin, dass mit den im aktuellen Konjunkturpaket vorgesehenen 14.000 neuen Wohnungen bereits ein erster wichtiger Schritt zu mehr leistbaren Wohnraum gelungen sei. Insgesamt wird in der nächsten Legislaturperiode mit 25.000 bis 50.000 neu errichteten geförderten Wohnungen ein wichtiger Impuls für billigere Mieten und mehr Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe gesetzt. Für nähere Informationen über die künftigen Vorhaben der SPÖ in der Wohnpolitik verwies die Donaustädter Vertreterin im Nationalrat auf ihre Webseite www.ruth-becher.at hin.

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