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StR Ludwig: Mehrfach ausgezeichnetes Passivhaus überzeugt mit Lebensraumkonzept für BewohnerInnen jeden Alters

Tag der offenen Tür und Übergabe des Wohnprojekts „generationen:wohnen am mühlgrund“ in Wien-Donaustadt
Der Anteil an älteren Menschen in der Bevölkerung nimmt erfreulicherweise zu. Wohnen im fortgeschrittenen Lebensalter gewinnt damit zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen des vom wohnfonds_wien ausgelobten Bauträgerwettbewerbs „generationen:wohnen am mühlgrund“ sollten Wohnformen entwickelt werden, die Rücksicht auf die Wohnbedürfnisse von SeniorInnen nehmen und das Zusammenleben zwischen den Generationen stärken. Der Bauträger BUWOG ging mit einem von ARTEC Architekten geplanten Wohnprojekt in Passivhaustechnologie als einer der drei Sieger hervor.

Besichtigung

Der "vertikale Garten" erstreckt sich über vier Geschosse (v.li.n.re.): BUWOG-GF Gerhard Schuster, StR Michael Ludwig und BR Alfred Guttmann IPTC: Copyright-Informationen Schaub-Walzer / PID

Die 54 gefördert errichteten Wohneinheiten – 18 davon mit Superförderung – sowie eine vom Wiener Samariterbund betreute SeniorInnen-Wohngemeinschaft für acht Personen wurden kürzlich bezogen. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, BUWOG-Geschäftsführer Gerhard Schuster sowie Oliver Löhlein, Landesgeschäftsführer Samariterbund Wien, übergaben gestern, Mittwoch, im Rahmen eines Festes dieses innovative Wohnprojekt in der Donaustädter Mühlgrundgasse 3 offiziell seinen BewohnerInnen. Darüber hinaus konnten interessierte BesucherInnen die Senioren-WG besichtigen. ****

„In verschiedenen Lebensaltern haben Menschen unterschiedliche Wohnbedürfnisse, die dennoch alle unter einem Dach Platz finden sollen. Denn das Zusammenleben von jungen und älteren Menschen stärkt den sozialen Zusammenhalt und das harmonische Miteinander und steigert die Lebens- und Wohnqualität aller Bewohnerinnen und Bewohner. Generationenübergreifendes Wohnen ist einer der Schwerpunkte im geförderten Wiener Wohnbau. Eine Reihe von Wohnprojekten, die sich diesem Thema verstärkt angenommen haben, wurde bereits erfolgreich realisiert. Dieses qualitätsvolle Projekt überzeugt durch barrierefreie Gestaltung, die dem gemeinschaftlichen Zusammenleben aller Generationen dient, ebenso wie durch den ökologisch hohen Standard durch Passivhaustechnologie. Das schont das Klima und die Mieterinnen und Mieter profitieren durch geringe Heizkosten“, hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.

„Zum ,Glücklich Wohnen‘ gehört nicht nur eine schöne, funktionelle und leistbare Wohnung, sondern auch ein soziales Umfeld, in dem man sich wohlfühlt. Das Fest für die Bewohnerinnen und Bewohner ist eine gute Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen der neuen Nachbarn und damit ein wichtiger Beitrag dazu, dass sich unsere Mieter und Wohnungseigentümer in ihrer neuen Umgebung rasch zu Hause fühlen“, erklärte BUWOG-Geschäftsführer Gerhard Schuster.

Zwtl.: Generationenübergreifendes Miteinander im Wohnhaus mit „vertikalem Garten“

Neben Geschoßwohnungen befinden sich im Dachgeschoß auch Maisonetten. Aufgrund variabler Gestaltungsmöglichkeiten konnten hier unterschiedliche Familiensituationen berücksichtigt werden. Die Wohnungen sind mit zwei bis vier Zimmern ausgestattet und variieren zwischen 66 bis 136 m2. Um Wohnen und Arbeiten bestmöglich miteinander verbinden zu können, sind einige Wohneinheiten im ersten Stock mit Büro- oder Atelierräumlichkeiten ausgestattet.

Als private Freiflächen stehen den BewohnerInnen nach Süden orientierte Loggien oder Dachterrassen zur Verfügung. Auch allgemeine Freiräume und Gemeinschaftseinrichtungen wurden unter dem Aspekt des generationenübergreifenden Wohnens geplant.

Die auf rd. 400 m2 großzügig angelegte Wohngemeinschaft für acht SeniorInnen befindet sich im ersten Stock. Auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen wird unter anderem mit umfassend barrierefreier Ausstattung Rücksicht genommen. So gehören etwa pflegebetttaugliche Türen, höhenangepasste Schalter, Knöpfe, Briefkästen und barrierefreie Zugänge zu allen Allgemeinbereichen im Haus zur Standardausstattung. Die sonnendurchfluteten Einzelzimmer mit Badezimmer sind zwischen 23 und 28 m2 groß. Dazu kommt ein großer Aufenthaltsbereich mit Wohnküche und Terrasse. Die Betreuung der Wohngemeinschaft übernimmt ein Team aus Heimhilfen, Pflegehilfen und diplomiertem Krankenpflegepersonal des Wiener Samariterbundes.

„Für viele ältere Menschen wird die eigene Wohnung zur Belastung und sie können und wollen nicht mehr allein leben. Ich denke, die Senioren-WG ist das Modell der Zukunft. Hier haben die älteren Menschen sowohl Möglichkeit zur Kommunikation als auch zum Rückzug in ihre Privaträume. Sie können sich untereinander austauschen und gegenseitig unterstützen, gleichzeitig aber auch eigenständig leben und ihren Tagesablauf sowie das Ausmaß der Betreuung durch das Fachpersonal selbst bestimmen“, erklärte Oliver Löhlein, Landesgeschäftsführer des Samariterbundes Wien.

Gestalterisches Highlight ist ein „vertikaler Garten“, der sich über vier Stockwerke erstreckt. Die mehr als 1.000 Pflanzen sind in frei hängenden Pflanztrögen untergebracht. Diese grüne Oase wird durch die unmittelbar darüber befindliche begrünte Dachterrasse ergänzt. Sie ist mittels eines Aufzugs stiegenfrei erreichbar und kann ebenfalls gemeinschaftlich genutzt werden.

Zwtl: Ökologisch ausgezeichnetes, qualitätsvolles und erschwingliches Wohnen im Passivhaus

Technisch setzt das Wohnhaus im Passivhausstandard vor allem im Hinblick auf Klimaschutz und Energieeffizienz Maßstäbe. Gegenüber herkömmlichen Bauweisen wird der Heizenergiebedarf um mehr als 80 Prozent reduziert. Das Gebäude am Mühlgrund wurde mit dem klima:aktiv Gütesiegel ausgezeichnet und hat auch die TQB (Total Quality Buidling) Auszeichnung des ÖGNB (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) erhalten.

Die monatliche Miete beträgt durchschnittlich 7,06 Euro/m2 inkl. Ust + Betriebskosten. Für die 18 supergeförderten Wohnungen betrug der Baukostenbeitrag 62 Euro/m2. Für die geförderten Mietwohnungen mit Kaufoption waren Eigenmittel in Höhe von 407 Euro/m2 erforderlich.

Bei Gesamtbaukosten von rd. 9,1 Mio. Euro wurde die Errichtung dieses Projekts mit 3,7 Mio. Euro aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung unterstützt. Die Wohngemeinschaft fördert der Fonds Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien.

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