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Start e-Medikation – auch in einigen Praxen in der Donaustad

Stöger: Mehr Sicherheit für Patienten durch bessere Qualität bei Behandlung mit Medikamenten

Datenschutz wird auf höchstem Niveau gewährleistet – 2012 flächendeckender Einsatz in Österreich =

Die e-Medikation ist ein wichtiges und einzigartiges Projekt, das die Patientensicherheit erhöht und die Qualität von Medikationen und damit Behandlungen erheblich verbessern wird. Das sagte Gesundheitsminister Alois Stöger am Dienstag bei der Präsentation der Pilotprojekte zur e-Medikation. „Durch die Umsetzung dieses ersten Teilprojekts der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA wird Österreich in Sachen e-health zum Vorreiter in der EU“, so Stöger. e-Medikation bedeutet, dass Arzt und Apotheker über die e-Card auf das „Arzneimittelkonto“ eines Patienten Zugriff haben und so unerwünschte Wechselwirkungen ausschließen können. Die Patientinnen und Patienten sollen mit der e-Medikation einfach und unkompliziert einen Nutzen haben. „Die e-Medikation ist auch eine Unterstützung der täglichen Arbeit von Ärztinnen und Ärzten, Apothekerinnen und Apothekern“, erklärte Stöger. Zugriff werden nur niedergelassene Ärzte, medizinisches Personal in Krankenhäusern und Apotheker haben. „Der Schutz dieser sensiblen Gesundheitsdaten wird auf höchstem Niveau gewährleistet“, unterstrich der Gesundheitsminister. Angesprochen wird mit der e-Medikation jeder Mensch, der Medikamente einnimmt, insbesondere chronisch kranke oder ältere Patienten sollen das Service nutzen – die Teilnahme der Patienten an der e-Medikation ist freiwillig.

Das Pilotprojekt zur e-Medikation startet im April in der Region Wels-Grießkirchen (OÖ), im Bezirk Reutte in Tirol und in Wien Donaustadt und wird die Anwendung der e-Medikation in der Praxis prüfen. Die gesammelten Erfahrungen werden laufend evaluiert, sodass das Projekt – voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2012 – österreichweit eingesetzt werden kann.

e-Medikation bedeutet, dass vom Arzt verordnete oder vom Apotheker rezeptfrei verkaufte Medikamente elektronisch erfasst werden. Über die e-Card sehen dann Arzt oder Apotheker auf dem Bildschirm, welche Medikamente ein Patient schon einnimmt und werden sofort auf Wirkstoffe, die sich nicht vertragen, aufmerksam gemacht. Die Medikation wird geprüft und kann geändert werden. Neben den Wechselwirkungen werden auch Doppelverordnungen angezeigt. Patienten können außerdem jederzeit einen Ausdruck ihrer aktuellen Medikamentendaten haben.

Hans Jörg Schelling, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, Ärztekammer-Präsident Walter Dorner, Apothekerkammer-Präsident Heinrich Burggasser sowie der Tiroler Gesundheitslandesrat, der den Projektausschuss geleitet hat, stellten klar, dass die Patientensicherheit im Vordergrund stehe. Stöger bedankte sich bei den Interessensvertretern und Kammern für die „historische Einigung auf dieses Projekt“.

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