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„matinee“ am 12. Mai in ORF 2: „Elisabeth Heller – Die Jahrhundertfrau“ und „Der echte Wiener – Ernst Hinterberger“

„kulturtipps“: Maria Bill und die Ausstellung „Hübsch-Hässlich“
Zum Muttertag – am Sonntag, dem 12. Mai 2013 – präsentiert Peter Schneeberger in der „matinee“ ab 9.05 Uhr in ORF 2 zwei außergewöhnliche Wiener Persönlichkeiten: Nächstes Jahr feiert die aus großbürgerlichem Milieu stammende Elisabeth Heller, Mutter des Universalkünstlers André Heller, ihren 100. Geburtstag. Ihren lebenslangen, stillen Weg zur Unabhängigkeit dokumentiert der Film „Elisabeth Heller – Die Jahrhundertfrau“ von Beate Thalberg. Was einen „echten Wiener“ ausmacht, hat keiner so unverblümt dargestellt, wie der unbestechliche Geschichtenerzähler Ernst Hinterberger. Wilfried Wagner widmet ihm zum ersten Todestag die Hommage „Der echte Wiener – Zum ersten Todestag von Ernst Hinterberger“ (10.15 Uhr). Die „kulturtipps“ beschließen um 10.40 Uhr den „matinee“-Vormittag. 

„Elisabeth Heller – Die Jahrhundertfrau“ (9.05 Uhr) 

Als die „beste Gelassenheitslehrerin der Welt“ bezeichnete sie ihr Sohn André Heller in einer Weihnachtskarte: Die 98-jährige Elisabeth Heller besticht durch eine pragmatische Weltsicht, die ihm so ganz und gar zu fehlen scheint. Elisabeth Hellers Leben offenbart ein Kaleidoskop aus hundert Jahren österreichischer Geschichte: aufgewachsen in „gutem Hause“, landverschickt als Kind im Ersten Weltkrieg, als betörende Schönheit geheiratet von einem doppelt so alten Mann in der Zwischenkriegszeit, mit häuslichem Berufsverbot belegt („eine Heller arbeitet nicht“) führte sie ein Leben an der Seite eines versponnen-verträumten Zuckerl-Fabrikanten. Mit der „Arisierung“ der familiären Existenzgrundlage und Demütigungen gegen ihren jüdischen Mann erlebt die Katholikin was es heißt, in einer Nazi-Diktatur zu leben. Mit fast 50 Jahren probt sie den Aufstand und arbeitet doch: in einem noblen Mode-Atelier. Mit 80 verpfändet sie ihr Haus und ihren Schmuck, denn Sohn Franz, der sich jetzt André nennt, hat eine gute Idee, die er auf die Bühne bringen will. Reflektionen, tiefe Einsichten und vielversprechende Aussichten einer Jahrhundertfrau gestaltete Beate Thalberg in diesem Beitrag. 

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„Der echte Wiener – Zum ersten Todestag von Ernst Hinterberger“ (10.15 Uhr) 

Ernst Hinterberger hat Fernsehgeschichte geschrieben: als Vater des legendären „Mundl“, der Inbegriff des echten Wieners, als Autor des „Kaisermühlen Blues“ und Erfinder des „Trautmann“. Vor einem Jahr, im Mai 2012, ist er verstorben. Hinterberger war dem Arbeitermilieu treu verbunden, liebte – trotz anderer Möglichkeiten – bis zum Schluss seine kleine Gemeindebauwohnung und verlor nie den Blick auf die Lebenswelt der einfachen Menschen. Er war vor allem immer eines: ein echter Wiener. In Erinnerung an Ernst Hinterberger fand im Theater Akzent eine Veranstaltung mit seinen Weggefährten und Schauspielkollegen statt: Marianne Mendt, Wolfgang Böck, Erika Deutinger, Adi Hirschal, Roland J.L. Neuwirth und Dolores Schmidinger erinnern sich singend und Anekdoten erzählend an ihren Regisseur, Lehrmeister und Freund. Das ORF-Landesstudio Wien hat das Gedenken festgehalten. Ein Beitrag von Wilfried Wagner. 

„kulturtipps“ (10.40 Uhr) 

Die „kulturtipps“ berichten unter anderem über die bevorstehende Österreich-Tour von Maria Bill, und werfen einen Blick nach Kärnten ins Stift St. Paul, wo eine Ausstellung unter dem Titel „Hübsch – Hässlich“ den Schönheitsbegriff über die Jahrhunderte hinweg beleuchtet. Weiters steht – aufgrund seines Wien-Besuches – ein Porträt des US-Gitarristen Gary Lucas auf dem Programm.

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