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Ludwig/Scheed: Startschuss für „GreenHouse“ in aspern Seestadt

Studierendenwohnheim für 310 Studentinnen erfüllt ökologisch höchste Standards
In Wiens größtem Stadtentwicklungsgebiet, aspern Die Seestadt Wiens, entsteht bis zu Beginn des Wintersemesters 2015/2016, ein Wohnheim für über 300 StudentInnen mit einer Wohnnutzfläche von rd. 7.000 m2. Die Ökologie steht dabei im Vordergrund; das von der Stadt Wien geförderte Wohnheim wird im Passivhausstandard errichtet. Angestrebt ist jedoch, „Plus-Energie“-Status zu erzielen. Das Heim wird von der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte WBV-GPA errichtet. Erstmals kooperieren jedoch drei große Heimträgerorganisationen beim wirtschaftlichen Betrieb: die WBV-GPA, die ÖJAB – Österreichische Jungarbeiterbewegung sowie die OeAD-WV – Österreichischer Austauschdienst-Wohnraumverwaltung. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Norbert Scheed, die Aufsichtsratsvorsitzende der WBV-GPA und Obfrau der WGKK, Ingrid Reischl, sowie VertreterInnen der drei Heimträgerorganisationen nahmen heute, Freitag, den Spatenstich für das „GreenHouse“ vor.

„Als Wissenschafts- und Universitätsstandort ist sich die Stadt Wien ihrer Verantwortung gegenüber den Studierenden, die sich für eine Ausbildung in Wien entscheiden, völlig bewusst. Aus diesem Grund hat sich die Stadt – im Gegensatz zum Wissenschaftsministerium – nicht aus der Heimförderung zurückgezogen. Neben der Aktion für Studierende bei Wiener Wohnen wendet die Stadt Wien rund ein Drittel der Errichtungskosten bei Studierendenheimen an Förderungen auf. Beim ,GreenHouse‘ betragen diese rund 4 Millionen Euro bei Baukosten von 11,5 Millionen Euro“, hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.

„Die Donaustadt als einziger Bezirk mit einem Nachhaltigkeitsleitbild erhält mit dem Studierendenwohnheim ‚Green House‘ ein weiteres ökologisches Vorzeigeprojekt „, zeigte sich Bezirksvorsteher Norbert Scheed erfreut, „mit über 300 Wohnplätzen steht damit jungen Studierenden ein großartiges Angebot in der Stadt des 21. Jahrhunderts, der Seestadt aspern, zur Verfügung.“

27. September 2013 „Spatenstich Studentenheim Aspern Green House

v.l.n.r.: BV Norbert Scheed, StR Michael Ludwig und GR Christoph Peschek PID

„Als Aufsichtsratsvorsitzende der WBV-GPA freue ich mich besonders über dieses Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur durch ökologische Aspekte glänzt. Dieses StudentInnenheim ist ein wichtiger Beitrag für die Wohnversorgung junger Menschen, die sich für eine Hochschulausbildung in Wien entschieden haben und somit ein wichtiger Beitrag für die Zukunft Österreichs“, unterstrich Ingrid Reischl, Aufsichtsratsvorsitzende der WBV-GPA.

„Mit dem Projekt ,GreenHouse‘ realisiert die WBV-GPA gemeinsam mit Ihren beiden Partner, den Heimträgerorganisationen OeAD und ÖJAB, ein zukunftsweisendes StudentInnenwohnheim, das hinsichtlich des Energieverbrauches effizienter als der Passivhaus-Standard sein wird. Das StudenInnenwohnheim wird sogar mittels einer Photovoltaikanlage am Dach erneuerbare Energie in Form von Ökostrom für seine BewohnerInnen produzieren und somit die Energiebilanz des Gebäudes deutlich verbessern“, hob WBV-GPA-Geschäftsführer Michael Gehbauer hervor.

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(c) PID

Die WBV-GPA ist Errichter und Bauherr des von der aap.architekten ZT-gmbh geplanten StudentInnenheims, die ÖJAB fungiert als Heimleiterin, wobei alle Projektpartner (WBV-GPA, ÖJAB und OeAD-WV) in wirtschaftlicher Eigenverantwortung für die Belegung von jeweils rund 100 Wohnplätzen zuständig sind.

Die Ökologie steht im Vordergrund

Bei der Planung wurde großer Wert auf die Ökologie des Gebäudes gelegt, das StudentInnenwohnheim wird den Passivhausstandard mit einem geplanten Heizwärmebedarf von weniger als 15 kwh/m2a daher voll erfüllen.

Ehrgeiziges Ziel ist weiters einen „Plus-Energie“-Status zu erreichen, bei dem das Wohnheim sogar einen Energieüberschuss produzieren sollte, der als „saubere Energie“ von anderen genutzt werden könnte. Die wissenschaftliche Leistung hierfür wurde dem Büro Schöberl & Pöll GmbH übertragen.

Aller guten Dinge sind drei: Das Wohnbauprojekt von 3 Projektpartnern für über 300 Studierende mehrfach wird aus 3 Gebäuden – „SONNE“, „LUFT“ und „ERDE“ – bestehen. Die Namensgebung wurde auch architektonisch aufgegriffen und soll klar erkennbar sein: viele helle Glasflächen, Photovoltaikanlagen sowie extensiv begrünte Dächer.

Sollte das „Plus-Energie“-Haus realisiert werden, würden die Wohneinheiten mit hoch energieeffizienten Elektrogeräten (Induktionsherde in den Küchen, LED- TV-Geräte und Monitore etc.) ausgestattet werden, um einen möglichst geringen Energiebedarf zu garantieren. Mittels Vorbereitungen für Strom-Tankstellen im Garagenbereich möchte das Projekt durch Zukunftsorientierung weiter punkten.

Haus der Begegnung

Das „GreenHouse“ soll ein Ort der Begegnung junger Menschen sein, die aus unterschiedlichen Ländern (AustauschstudentInnen) und Lebenssituationen kommen. Auch junge Menschen mit Behinderung können im GreenHouse wohnen, da das gesamte Wohnheim barrierefrei gestaltet wird. 220 Wohnplätzen werden als Einzelzimmer, der Rest in Doppelzimmer-Doubletten und als Einzelzimmer in Drei- und Vier-Personen-Wohngemeinschaften ausgestattet, zum Teil stockwerksübergreifend – ein Wohnformen-Mix, der ebenfalls unterschiedliche Zielgruppen ansprechen wird. Familiärer Gemeinschaft soll ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden. Die Heimleiterin oder der Heimleiter wird selbst im Haus wohnen, dort den eigenen Lebensmittelpunkt haben und auch abseits von Bürozeiten für die Studierenden da sein – für Sorgen und Probleme, aber auch für gemeinsame Aktivitäten. Die Gemeinschaftseinrichtungen im Haus bieten den Rahmen für Begegnungen: Fitnessräume, Sauna, Musikübungsräume, Studier- und Freizeiträume und ein großer kommunikations- und begegnungsfördernder Innenhof zwischen den drei Wohngebäuden sollen hierfür Sorge tragen. Die Universität und das Stadtzentrum werden schnell und bequem mit der U-Bahn-Linie U2 erreicht. (Schluss) kau

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