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KAV: Neue Akutgeriatrie-Schwerpunkte in Favoriten und Donaustadt

Akutgeriatrie des Sophienspitals und des KH Hietzing Teil der neuen medizinischen Schwerpunktstruktur

Die Wienerinnen und Wiener werden erfreulicherweise immer älter. Dadurch steigen die Anforderungen an Betreuung und Pflege von älteren Menschen. Auch die medizinischen und pflegerischen Standards ändern sich laufend. Stadt Wien und KAV tragen diesen Entwicklungen Rechnung, u. a. mit dem „Wiener Spitalskonzept 2030“, dem Geriatriekonzept und dem Konzept „Pflege und Betreuung 2030“.

Die Bildung von medizinischen Zentren und die bauliche Modernisierung stehen dabei im Vordergrund. Um dem Anspruch an höchste medizinische und pflegerische Qualität sowie ein modernes bauliches Umfeld nachhaltig zu erfüllen, werden die Akutgeriatrien des SMZ Ost und des SMZ Süd ausgebaut. Die entsprechenden Einrichtungen des Neubauer Sophienspitals und vom KH Hietzing werden in diese neuen medizinischen Schwerpunkte integriert.

Das bedeutet Akutgeriatrische Betreuung

Die Akutgeriatrie betreut betagte und hochbetagte PatientInnen, die nach einem durch verstärkte therapeutische Maßnahmen remobilisiert werden sollen. Die maximale Verweildauer ist meistens mit drei Wochen begrenzt. In der Akutgeriatrie arbeiten neben einem geriatrisch erfahrenen ÄrztInnen- und Pflegeteam auch Physio- und ErgotherapeutInnen sowie PsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Dieses Team hat neben der medizinischen Versorgung der PatientInnen auch die Aufgabe, die funktionellen Fähigkeiten, die zur Bewältigung des täglichen Lebens daheim nötig sind, zu reaktivieren.

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Insgesamt bietet der KAV rund 240 akutgeriatrische Betten. Neuer Schwerpunkt Akutgeriatrie im SMZ Süd und SMZ Ost Wien konzentriert im Rahmen der medizinischen Zentrenbildung seine Ressourcen, um eine bestmögliche Remobilisierung und Genesung für PatientInnen der Akutgeriatrie zu erreichen. Das SMZ Süd wird daher künftig einen medizinischen Schwerpunkt unter anderem auf chronisch kranke und ältere Patientinnen und Patienten legen.

Das Team des GZ Favoriten leistet bei der Versorgung von geriatrischen Menschen bereits hervorragende Arbeit, das hat sich auch in mehreren Auszeichnungen niedergeschlagen. Mit der Integration der Akutgeriatrie in diesem Haus wird die sogenannte abgestufte Betreuung forciert. Gleiches gilt für das erst 2015 eröffnete PWH Donaustadt, das in direkter Nachbarschaft des Donauspitals ebenso von dessen medizinischer Infrastruktur profitiert. Zeitplan Der KAV schafft nunmehr bis April 2017 zwei akutgeriatrische Schwerpunktbereiche mit 184 Betten, davon 48 im SMZ Ost und 136 im SMZ Süd. Die Akutgeriatrie vom Krankenhaus Hietzing (28 Betten) wird mit Jänner 2016 ins SMZ Ost in die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten des neuen Pflegewohnhauses Donaustadt (22., Langobardenstr. 122) einziehen

Die Akutgeriatrische Abteilung des Sophienspitals in Neubau (88 Betten) wird ab April 2017 ins SMZ Süd (10., Kundratstr. 3) im dafür zuvor auch baulich adaptierten Geriatriezentrum Favoriten integriert.

Zuvor, im Herbst 2015, werden die Betten der Langzeitgeriatrie des Sophienspitals ins neu eröffnete Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus übersiedeln. MitarbeiterInnengespräche Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der akutgeriatrischen Abteilungen in Hietzing und im Sophienspital haben eine Arbeitsplatzgarantie bei der Stadt Wien. Dem KAV ist es besonders wichtig, die Zusammenarbeit über Jahre gewachsener und aufeinander eingespielter Teams weiter zu unterstützen. Auch dafür soll die Planungsphase genutzt werden, bevor etwaige Veränderungen in Kraft treten. Mit allen MitarbeiterInnen wird ein persönliches Gespräch über ihre berufliche Weiterentwicklung im KAV geführt. Umbau GZ Favoriten Mit der Etablierung der neuen SMZ Süd-Akutgeriatrie wird das Geriatriezentrum Favoriten (am Gelände des SMZ Süd) baulich adaptiert.

Dabei fallen auch rund 100 Betten des GZ Favoriten an die neue Akutgeriatrie. Mit den betroffenen BewohnerInnen des GZ Favoriten werden individuelle Lösungen gefunden. Für die im Geriatriekonzept vorgesehene wohnortnahe und Versorgung wäre das neu eröffnete Pflegewohnhaus Innerfavoriten eine optimale Lösung. Es bietet ebenfalls sozialmedizinische Betreuung, wird vom KAV geführt und liegt nur 800 Meter Luftlinie vom jetzigen GZ Favoriten entfernt. Ebenso wurde in den letzten zwei Jahren das Pflegewohnhaus Innerfavoriten eröffnet und das Haus Laaer Berg generalsaniert. Das Pflege- und Betreuungsangebot im 10. Bezirk wurde und wird laufend weiterentwickelt. Gab es 2013 1601 stationäre Pflege- und Betreuungsplätze im 10. Bezirk, waren es 2014 bereits 1881. Selbstverständlich sind auch andere PWH-Standorte möglich, wenn diese als Wunschwohnort angegeben werden. Das Geriatriekonzept Mit dem Geriatriekonzept hat die Stadt den alten, großen Pflegeheimen eine Absage erteilt. Von 2007 bis 2015 hat die Stadt 36 Pflegewohnhäuser und PensionistInnenwohnhäuser neu errichtet, saniert oder modernisiert und die alten geschlossen. Bis zu 18.000 WienerInnen finden in 90 verschiedenen Häusern ein neues und modernes Zuhause sowie beste Pflege und Betreuung für ein selbstbestimmtes Leben auch im hohen Alter. Schon heute unterstützt der FSW rund 60.000 WienerInnen in der Pflege und Betreuung. Die Stadt gibt pro Jahr knapp eine Milliarde Euro für Pflege und Betreuung aus. Ausblick Pflege und Betreuung 2030 2030 werden in Wien 119.000 Menschen 80 Jahre oder älter sein. Jede Wienerin, jeder Wiener bleibt am liebsten möglichst lange in den eigenen vier Wänden. Die Stadt Wien hat daher in Weiterentwicklung des „Wiener Geriatriekonzeptes“ das Konzept „Pflege und Betreuung 2030“ erarbeitet, das eine verstärkte Durchlässigkeit zwischen den gesamten Pflege- und Betreuungsleistungen für betagte und hochbetagte Menschen gewährleisten soll. In diesem Zusammenhang ist die Verlagerung von akutgeriatrischen Abteilungen – in denen nur eine kurzfristige, maximal dreiwöchige Betreuung stattfinden soll – in die Nähe von Pflegeeinrichtungen, aber auch die Angliederung an ein Akutspital ein wichtiger Schritt. Mit diesem Verlagerungsprozess wird dem Konzept „Pflege und Betreuung 2030“, aber auch der verstärkten PatientInnen- und BewohnerInnenorientierten Betreuung bereits in einem ersten Schritt Rechnung getragen. Ziel ist es immer, die PatientInnen zu remobilisieren, damit sie so lange wie möglich in ihrer gewohnten Wohnumgebung und vor allem selbstständig leben können.

 

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