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Frischgemüse-Produzent LGV weiterhin auf Erfolgskurs – Genossenschaft feiert heuer 65-jähriges Bestehen

– 2010 brachte Umsatzplus bei stabilem Absatz – Neue Gemüsesorten und Ausbau der Premiumlinie im Jubiläumsjahr 2011 geplant – Investition: Halle in Raasdorf für Convenience Produkte
lgv

Die LGV-Frischgemüse, Österreichs größter Frischgemüseproduzent mit Sitz in Wien, ist mit dem Geschäftsjahr 2010 zufrieden. Trotz extrem schwieriger Wetterbedingungen konnte die Genossenschaft seinen Frischgemüse-Absatz auf 54.000 Tonnen leicht erhöhen (plus 1,9 Prozent), den Umsatz dabei um 15 Prozent auf 81,2 Millionen Euro steigern. „Damit haben wir das selbst gesetzte Umsatzziel klar übertroffen“, resümiert Mag. Gerald König, Vorstand der LGV-Frischgemüse. Gründe für das starke Umsatzplus sind die allgemein gestiegenen Preise bei Obst und Gemüse sowie der weiterhin wachsende Umsatzanteil der Premiumlinie am Gesamtergebnis, der mittlerweile bei rund 15 Prozent liegt. „Insgesamt hatten wir eine gute Saison 2010. Allerdings ist dabei wichtig zu wissen, dass wir nicht primär danach streben, den höchst möglichen Gewinn zu erzielen. Uns als Genossenschaft geht es darum, den Gärtnern – als Eigentümern der LGV – möglichst viel auszuschütten“, erklärt Mag. König das genossenschaftliche Prinzip. Und dies ist im vergangenen Jahr nur bedingt gelungen. „Zwar haben unsere Gärtnermeister vom guten Marktpreis profitiert, allerdings nicht alle. Für Paprika- und Freilandgärtner etwa war 2010 eine Katastrophe“, bringt es der LGV-Vorstand auf den Punkt. Aufgrund des starken Regens und der Kälte im April und Mai sei die Ernte Großteils ausgefallen; die Preise hätten dies nur zum Teil wettgemacht.

65-jährige Erfolgsgeschichte – Gründung „aus Not heraus“

Dementsprechend sei das Ziel für heuer, den Absatz zu steigern und den Umsatz zu hal-ten – der ohnehin so hoch ist wie noch nie zuvor in der Geschichte der LGV. Gegründet wurde die LGV im Jahr 1946 – vor 65 Jahren – als „Landwirtschaftliche Gemüse- und Obstverwertungsgesellschaft für Wien und Umgebung“; „aus der Not heraus“, wie Ing. Robert Fitzthum, Vorsitzender des Aufsichtsrats erklärt. Der Wiener Bürgermeister The-odor Körner hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Gärtner der Stadt gebeten, für die Bevölkerung Obst und Gemüse bereit zu stellen, und so schlossen sich damals mehr als 1.300 Gärtnerbetriebe zu einer Genossenschaft zusammen. Diese ist bis heute in den gleichen Händen – die meisten der jetzigen 100 Mitgliedsbetriebe werden von Enkeln der damaligen Gründer geführt. Seit 1992 kooperiert die LGV-Frischgemüse mit der burgen-ländischen SGV (Sonnengemüse Vertriebsgesellschaft m.b.H.); die Produkte werden alle-samt unter der Marke LGV vertrieben. Insgesamt sind es also 250 Gärtner aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, die jährlich rund 40 verschiedene LGV-Gemüsesorten auf insgesamt knapp 800 Hektar anbauen. Davon sind etwa 170 Hektar geschützter Anbau und 620 Hektar Freiland.

Marktführer bei Frischgemüse

Die so erzielten 54.000 Tonnen Frischgemüse versorgen österreichweit fast alle heimi-schen Handelsketten und mit einem Marktanteil von 60 Prozent während der Saison (März bis November) ist die LGV der größte heimische Frischgemüselieferant. „Im Zeitraum Mai bis November liefern wir unsere Produkte vom Neusiedler See bis zum Bodensee“, unterstreicht Mag. König die Rolle des Vollversorgers. „Durch unsere effiziente Logistik ist es uns möglich, das Gemüse innerhalb von 24 Stunden vom Feld in den Supermarkt zu liefern. So landen unsere Produkte wirklich frisch beim Konsumenten, was sich im Geschmack und der Qualität direkt widerspiegelt“, erklärt der Vorstand die Besonderheit des LGV-Gemüses – vor allem im Vergleich zu importierter Ware, die oft erst während des Transportes nachreift. Neben dem heimischen Markt bedient die LGV aber auch die Nachbarländer – rund sechs Prozent der Produktion gehen in den Export. Zielmärkte sind etwa Deutschland, Tsche-chien, Ungarn, Slowenien und Italien.

Stetiges Wachstum, laufende Investitionen, zahlreiche Zertifizierungen

Anlässlich ihres Jubiläums blickt die Genossenschaft nun zufrieden auf ihre Geschichte seit der Gründung zurück. Allein in den letzten fünf Jahren konnte der Absatz um knapp 32 Prozent gesteigert werden (von 41.000 Tonnen im Jahr 2005 auf 54.000 Tonnen im vergangenen Jahr), der Umsatz ist im gleichen Zeitraum sogar um fast 72 Prozent ge-wachsen. Größte Investition in diesen Jahren war die Errichtung einer Gurkensortieranla-ge, die bis heute die größte ihrer Art in Europa ist. Prägend waren und sind auch zahlrei-che Qualitäts-Auszeichnungen, so etwa die Zertifizierung mit dem AMA-Gütesiegel, das außerordentliche Qualität österreichischer Produkte kennzeichnet, oder die Zertifizierung der LGV-Frischgemüse und seiner Gärtnerbetriebe mit dem IFS, dem International Food Standard, einer internationalen Norm, die besonders auf die Lebensmittelsicherheit abzielt. Rückverfolgung bis zum Produzenten, sichere Verarbeitung, hohe Hygienestandards und intensive Mitarbeiterschulungen sind nur einige der gestellten Anforderungen.

Enge Zusammenarbeit mit den Gärtnern

Hauptumsatzträger im Sortiment der LGV sind die Lieblingsgemüsesorten der Österreicher, also Paradeiser (35 Prozent Umsatzanteil), Paprika (23 Prozent) und Gurken (18 Prozent Umsatzanteil). Ergänzt werden diese Standardprodukte durch die Premiumlinie, bei der besondere Gemüsesorten und -arten vermarktet werden. Etwa solche, die sich durch eine besondere Form auszeichnen (wie etwa die Mini-Gurken), genauso wie traditionelle, seltene Sorten (z.B. Riesen von Aspern) oder spezielle Produkte, die einen außer-gewöhnlichen Geschmack aufweisen (z.B. die Mini San Marzano Paradeiser). Die Premi-umlinie wird laufend erweitert – vor zwei Jahren wurde dafür ein eigener Forschungs- und Entwicklungsfonds eingeführt. Die Produktions- und Planungsabteilung bei der LGV entwickelt und testet gemeinsam mit den Gärtnern Ideen für neue Sorten. So arbeiten die Gärtner direkt und unmittelbar am Erfolg des Unternehmens mit, was dem genossen-schaftlichen Charakter entspricht.

2011: Ausbau und Designrelaunch der Premiumschiene

Insgesamt stehen jährlich 300.000 Euro für Produktentwicklungen zur Verfügung. Heuer neu im Handel sind – nach einer Testanbauphase – die „gestreiften Melanzani“, die durch eine besondere Form und Farbe auffallen, sowie die „Geschmackstrilogie“, drei verschie-dene Spitzpaprika in einer Tasse, die sich von scharf über süß bis würzig in ihrem Ge-schmack unterscheiden.

Dass die Premiumlinie immer wichtiger wird, spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Be-reits 15 Prozent des Gesamtumsatzes stammen aus diesem Bereich. Um die Premiumlinie auch optisch noch mehr in die LGV-Produktfamilie einzugliedern, wurde heuer ein Relaunch des Werbeauftritts und der Verpackungen durchgeführt – das ehemals goldene Premiumlogo wurde an das LGV-gelb angepasst.

Convenience Schiene: Halle in Raasdorf geplant

Ebenfalls adaptiert wurde das Verpackungsdesign der kalten Suppen, die es seit Anfang Mai wieder in den Kühlregalen gibt. Diese bestehen ausschließlich aus naturbelassenen, frischen Zutaten und bestechen durch den hohen Gemüseanteil. „Die Suppen tragen dem Convenience Trend Rechnung“, äußert sich LGV-Vorstand König. Und erklärt auch, warum: „Damit erfüllen wir den Wunsch der Konsumenten nach schnellem, unkompliziertem Essen, und bedienen gleichzeitig den Anspruch auf frische, gesunde Zutaten.“ Conve-nience-Produkte werden auch in Zukunft eine immer stärkere Rolle spielen – so bietet die LGV unter anderem Pflücksalat-Mischungen an, weitere Convenience Produkte sind bereits in Planung. „Der Convenience Gedanke wird eine immer stärkere Rolle spielen, das wissen wir. Damit wir in Zukunft dafür nicht nur Zulieferer sind, haben wir begonnen, eigene Produkte zu entwickeln“, erklärt Mag. König den Ausbau der Produktpalette. Um dementsprechend auch gerüstet zu sein, ist für heuer der Bau einer eigenen Halle in Raasdorf geplant, in der die Produkte verarbeitet und verpackt werden. Baubeginn ist im Herbst, bereits im Winter soll die neue Halle, für die rund eine Million Euro investiert wird, fertig und einsatzfähig sein.

Ausblick: Menge steigern, Umsatz halten

Neben dem Ausbau der Convenience Schiene und der laufenden Erweiterung der Premi-umpalette plant die LGV für heuer, mengenmäßig insgesamt um fünf Prozent zu wachsen, und dabei den Umsatz zu halten. „Ich bin zuversichtlich, dass wir heuer wieder ein erfolgreiches und vor allem für unsere Gärtner ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr ab-solvieren können. Unsere Bemühungen, gemeinsam mit den Gärtnern laufend neue und verbesserte Produkte auf den Markt zu bringen, bringen uns in die richtige Richtung“, blickt LGV-Vorstand Mag. König zuversichtlich auf die kommenden Monate.

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