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Donaupark, Gedenkstein für die Opfer der Hinrichtungsstätte Militärschießplatz Kagran

Vom Juli 1940 bis zum 4. April 1945 wurden von den NS-Militärgerichten dokumentierte 129 Soldaten, Feuerwehrmänner und Polizisten auf diesem Militärschießplatz erschossen. Die Freiheitskämpfer legten einen Kranz nieder.

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Kranzniederlegung April 2012

Allen 129 Menschen ist gemeinsam, dass sie gegen die NS-Diktatur und für ein freies, demokratisches Österreich bzw. Europa das kostbarste gaben: ihr Leben. Ob als Wehrmachtsdeserteur, oder politischer Gegner, Feuerwehrmänner, Polizisten, die NS-Vernichtungsmaschinerie ermordete diese Menschen gnadenlos.   Besonders grausame Inszenierungen wurden mit Wiener Feuerwehrleuten im Oktober 1944 „veranstaltet“. Von fünf zum Tode Verurteilten wurden zwei erschossen, den drei anderen wurden vor auf sie gerichtete Gewehre des Exekutionskommandos mitgeteilt, dass sie zu lebenslangem Zuchthaus „begnadigt“ wurden.  Am 4. April 1945 wurden vier Soldaten die letzten ermordeten Opfer des Blutregimes.  Nur einen Monat später, am 8. Mai 1945, erfolgte die bedingungslose Kapitulation des „1000jährigen Reiches“. Mit mehr als 60 Millionen Toten in Europa und rund sechs Millionen industriell ermordeter europäischer jüdischer Mitbürger als blutige Bilanz.  Bei diesem Gedenkstein, er befindet sich beim Donauparkeingang neben dem Chinarestaurant, bei dem Spazierweg parallel zur Arbeitstrandbadstraße, ca. 300 Meter in östlicher Richtung, gedachten die Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Antifaschisten der Bezirksgruppe Donaustadt den Opfern mit einer Kranzniederlegung am 4. April 2012.

 Willi Soucek

 

 

 

 

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