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Der Stadtradler – ein Friedensplan

Mit der steigenden Zahl der Radfahrer in der wärmeren Jahreszeit werden auch die Konflikte mit den Fußgängern immer mehr. Zusätzliche Flächen für den Radverkehr werden leider nicht dem zurückgehenden Autoverkehr weggenommen, sondern immer noch meist den Fußgängern. Wie können sich also Radfahrer und Fußgänger arrangieren?

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Der Radweg ist kein Aufstellfläche für Fußgänger

Regel Nummer 1: Radfahrer haben auf Gehwegen nichts verloren. Sie gefährden damit nicht nur Fußgänger, sondern auch und vor allem sich selbst. Auch ein sehr langsam fahrender Radfahrer ist immer noch mindestens doppelt so schnell wie die schnellsten Fußgänger. Damit kann und muss ein Autofahrer, der aus einer Garageneinfahrt herausrollt nicht rechnen. Und der Sinn der Absenkung von Gehsteigkanten ist es auch nicht, den Radfahrern das leichtere und schnellere Queren von Straßen zu ermöglichen.

Diese Regel gilt auch für Kinder. Ausgenommen sind lediglich Kinderräder, also Räder, mit denen man nicht viel schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren kann. Das sind typischerweise nur Fahrräder, auf den noch Stützräder montiert sind oder montiert werden können.

Umgekehrt haben auch Fußgänger nichts am Radweg verloren. Der Radweg ist wie eine Fahrbahn zu betrachten. Queren ist erlaubt, aber bitte in möglichst rechtem Winkel und auf kürzestem Weg. Der Radweg ist sicher kein geeigneter Ort, um auf das Grünlicht der Fußgängerampel zu warten. Und der Radweg ist auch kein geeigneter Ort, um Ladegut zu lagern.

Auf den leider immer noch häufigen, kombinierten Geh-Radwegen haben Fußgänger grundsätzlich Vorrang. Trotzdem sollte man als Fußgänger den Radfahrern genügend Raum geben. Denn sie müssen gesetzlich den Geh-Radweg benützen und dürfen auch nicht auf die Fahrbahn ausweichen. Es ist daher nur fair, möglichst am Rand zu gehen und – wenn der Weg nicht überbreit ist – nicht nebeneinander zu gehen.

Eine besondere Gefahr für Radfahrer stellen Hunde dar. Ob es besser ist, diese anzuleinen oder nicht, darüber scheiden sich selbst unter Radfahrern die Geister, aber wenn Leine, dann bitte die Kurze. Besonders gefährlich für Radfahrer sind die Flexileinen. Sie sind kaum aus der Entfernung sichtbar. Und wenn der Hund dann plötzlich losläuft, weil die Leine nicht gesperrt ist, kommt es leicht zu schweren Unfällen. Die Beaufsichtigung eines Hundes erfordert die volle Konzentration des Besitzers. Daher sollte auf ausgedehnte Telefonate am Mobiltelefon beim Gassi-Gehen verzichtet werden.

Abschließend aber noch ein Appell an alle Radfahrer: Auch für euch gilt die Anhaltepflicht vor Fußgängerschutzwegen.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Benützungspflicht für Radwege abgeschafft gehört.

Roman Korecky

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