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BRG 22 Polgarstraße 7:0 zum Bundestitel der UNIQA MädchenfußballLIGA

Mit gemischten Gefühlen fuhren die Polgargirls zu den Bundesmeisterschaften der UNIQA MädchenfußballLIGA nach Lutzmannsburg-Oberpullendorf. Fatma Sahin und Lena Kovar, die letztes Jahr im großen Finale den Ausgleich erzielte, fehlten verletzungsbedingt. Kapitänin Robine Schunerits wurde nach einer Operation an beiden Knien noch rechtzeitig fit, allerdings fehlte ihr die Spielpraxis und die Kondition.pr-team-jubel

Der Bundesmeister aus der Polgarstraße bei der 4. Bundesmeisterschaft der UNIQA MädchenfußballLIGA mit den Unterstützern.

Bei der Auslosung hatte die Polgarstraße auch kein Glück. Sie wurden in eine Gruppe mit dem Mitfavoriten aus FSSZ Spittal/Drau und dem Geheimtipp VSMS Rankweil-West aus Vorarlberg zusammengelost. Nach einem torlosen Remis, wobei einige Chancen vorhanden waren, durfte die Piringer-Truppe gegen Spittal nicht mir mehr als 0:2 verlieren, sonst wäre Vorarlberg weiter gewesen. Doch dieses Spiel war der Knackpunkt. Robine Schunerits und Co gewannen 1:0 und die Polgarstraße war Gruppensieger.

„Nach diesem Match spürte ich, wie ein Ruck durch das Team ging, sie wurden zur Einheit und trauten sich auch mehr zu“, analysierte Coach Mag. Karlheinz Piringer.

Am Nachmittag des ersten Tages folgten dann die Spiele gegen SHS Weiz (Stmk) und gegen HS Saalfelden-Bahnhof (Slzbg). Im Spitzenspiel gegen den dritten Favoriten – nach Spittal und Polgarstraße – der SHS Weiz profitierten die Wienerinnen von taktischen Fehlern der Steirerinnen. Sie ließen die U17-Teamspielerin Barbara Dunst in der Verteidigung spielen. Mit einem knappen aber verdienten 1:0-Sieg wartete nun Saalfelden. Das war das leichteste Spiel. Schunerits und Co siegten souverän mit 3:0 und das Betreuer-Duo van Dyck/Piringer konnte einige Spielerinnen schonen und alle zum Einsatz bringen.

Als Gruppensieger wartete nun im Semifinale der Veranstalter, das BG Neusiedl. Burgenland übernahm zu Beginn das Kommando, doch unsere sicher Torfrau, Viola Liebhard, ließ sich nicht bezwingen. Nach dem torlosen Pausenstand, gelang Julia Reiter ihr zweiter Treffer und brachte das Polgargymnasium ins Endspiel. Gegen Ende der Partie musste Liebhard noch drei Mal bei Eins-gegen-Eins-Situationen in Extremis retten.

Im zweiten Semifinale schlug die SHS Weiz die FSSZ Spittal/Drau nach einem 0:2-Rückstand noch 3:2.

Am 21. Juni fand das große Finale in würdigem Rahmen in Oberpullendorf statt. Ex-Polgar-Schülerin und Ex-Kickerin Rose May Alaba unterstütze ihre ehemaligen Kolleginnen und war der Highlight neben den Fußballerinnen. Sie wurde von den Schülerinnen bestürmt und musste zahlreiche Autogramme geben. Die Schwester von David Alaba begeistert: „Leider hat es einen solchen Bewerb in meiner Schulzeit noch nicht gegeben. Ich freue mich für die Polgarmädels.“

Das Finale begann mit einem vorsichtigen Abtasten auf beiden Seiten. Die Nervosität und Anspannung war zu sehen. Je länger das Finale dauerte, desto besser wurde die Truppe von van Dyck/Piringer. Die Steierinnen mussten dem mehr als anstrengenden Semifinale Tribut zollen. Mit 0:0 ging es nach 30 Minuten in die Pause. Die Steirerinnen war dieses Mal taktisch besser eingestellt. Die Torfrau spielte am Feld und ließ wenige Chancen für die Schunerits-Truppe zu. Dunst spielte offensiver, doch sie war auf sich alleine gestellt und ihre Kräfte nahmen mit der Fortdauer des Spieles ab.

In der 32. Minute war es soweit, nach einem Torfraufehler nutzte Miriam Grgic ihre Chance und die Polgarstraße ging 1:0 in Führung. Der Jubel war groß. Die Wienerinnen versuchten, auf das 2:0 zu spielen und griffen weiter an. Einige große Chancen wurden Pamina Gruber, Schunerits und Grgic vergeben. Durch das viele Tauschen schaffte es Piringer, der Kapitänin Schunerits, Marie Höbinger und Ines Grgic immer wieder Erholungspausen zu geben. Das war entscheidend, denn die Steirerinnen hatten nicht so einen gut besetzten Kader und konnten gar nicht so viel tauschen, das bei den Spielerinnen zu sehen war. Sie wirkten müde und es fehlte die letzte Konzentration, um die Wienerinnen noch einmal zu gefährden. Abwehrreckin Stephanie Wacha, war das Bollwerk neben Ines Grgic. Sie ließen Dunst verzweifeln. Und falls sie einmal durchkam, war Liebhard mit einer tollen Parade zur Stelle. Nach fünfeinhalb Minuten Nachspielzeit war es geschafft. Die Polgarstraße schaffte die erstmalige Titelverteidigung. Im ganzen Turnierverlauf hielten die Polgargirls ihr Tor rein. Keinem Gegentreffer standen allerdings auch nur sieben Tore gegenüber. Diese Kompaktheit zeichnete die Wienerinnen aus. Dieses Jahr verabschieden sich Kapitänin Schunerits und Wacha, der Rest darf auch nächstes Jahr wieder die Fahnen der Polgarstraße vertreten.

Schunerits hat ihre eigene Bilanz seit es Bundesmeisterschaften im Mädchenfußball gibt: Sie war ein Mädchen der ersten Stunde: Sie war bei der Premiere – damals noch Postliga Mädchenfußball – vor vier Jahren dabei und erzielte dort das 5:0 per Kopf im Finale gegen Leibnitz. Heuer führte sie als Kapitänin die erfolgreiche Polgarstraße zum Bundestitel. Ihre Bilanz in den vier Jahren Unterstufe: 3 Bundestitel und einmal Dritter.

 

„Wir sind unheimlich stolz auf die Mädels. Sie waren in dieser Woche so auf den Titel fokussiert, dass es eine Freude war mit ihnen zu arbeiten“, zeigten sich van Dyck und Piringer überglücklich. Im Hintergrund war Eva Kernmayer der ruhende Pol, der den Mädels den Rücken stärkte und sich mit ihnen mehr als freute.

Vier Bundesmeisterschaften gab es in der UNIQA MädchenfußballLIGA und drei Mal siegte das Polgargymnasium und wurde einmal Dritter. „Wir werden oft kritisiert, doch die harte Arbeit im Hintergrund, die die Gegnerinnen nicht sehen, macht sich eben bezahlt“, zeigte sich der stolze Trainer Piringer emotional, „diese Erfolge sind mit Geld nicht aufzuwiegen. Sie sind die Genugtuung für die Sichtung, das Training und die Organisationen für die Fußballklassen in Zusammenarbeit mit dem Wiener Fußballverband.“

 

 

ERGEBNISSE:

Vorrunde Gruppe A:        2x10min

Polgar – VSMS Rankweil-West 0:0

Polgar – FSSZ Spittal/Drau 1:0 (0:0).- Tor: 1:0 (15.) Julia Reiter.

 

Zwischenrunde Gruppe D:                   2x10min

Polgar – SHS Weiz 1:0 (1:0).- Tor: 1:0 (6.) Robine Schunerits.

Polgar – HS Saalfelden-Bahnhof 3:0 (1:0).- Torfolge: 1:0 (1.) Robine Schunerits, 2:0 (11.) Jessica Miltner, 3:0 (16.) Sabrina Heitzer.

 

Semifinale:   2x20min

Polgar – BG Neusiedl 1:0 (0:0).- Tor 1:0 (25.) Julia Reiter.

 

FINALE:       2x30min

Polgar – SHS Weiz 1:0 (0:0).- Tor: 1:0 (32.) Miriam Grgic.

 

 

ENDSTAND:

  1. BRG 22 Polgarstraße
  2. SHS Weiz
  3. FSSZ Spittal/Drau
  4. BG Neusiedl
  5. MHS Laa/Thaya
  6. HS Saalfelden-Bahnhof
  7. VSMS Rankweil-West
  8. SMS Schwaz II
  9. SHS Linz-Kleinmünchen

 

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